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Stillen: Glücklich an Mamas Brust

Baby stillen

Was hilft wenn es mit dem Stillen nicht gleich klappt? Mütter und Expertinnen geben hier Rat.

Werdende Mütter haben im Alltag selten Gelegenheit anderen Frauen beim Stillen zuzuschauen. Die wenigsten können sich aus eigener Anschauung überzeugen, wie problemlos es im Grunde ist. Zum Glück gibt es Stillgruppen, die Stillende mit ihren Sorgen und Fragen nicht allein lassen. Oft ist die Stillgruppe so etwas wie ein Rettungsanker für ratlose Mütter.

Adriana Birk hat das erfahren: „Zwei Wochen nach der Geburt von Nik war ich schon fast so weit, ihm die Flasche zu geben. Da fiel mir die Adresse einer Stillberaterin in die Hände“, erzählt sie. Die Adresse hatte sie in ihrer Entbindungsklinik bekommen. Und das erwies sich als Segen. Mittlerweise ist Nik sechs Monate alt und wird immer noch gestillt. „Ohne die Stillgruppe hätte ich nie durchgehalten“, so Adriana. Der erste Kontakt zur Stillgruppe sollte schon während der Schwangerschaft geknüpft werden, rät die Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (AFS). „Die Frauen sehen, wie andere Mütter ihre Babys anlegen. Das macht sie sicherer“, sagen dort die Expertinnen. Aus langjähriger Erfahrung wissen die Stillberaterinnen, das stillende Mütter oft nur ein wenig Ermutigung brauchen, um nicht aufzugeben. Manche Probleme lassen sich schon durch ein Gespräch klären.

Aber jede Mutter und jedes Kind sind anders. Deshalb ist es so wichtig, ihnen beim Stillen zuzuschauen. Damit man beurteilen kann, woher das Problem kommt. Denn vielleicht liegt es ja an einer ungeeigneten Stillhaltung, wenn Mutter und Kind mit dem Stillen nicht zurechtkommen. Oder die nötige Ruhe fehlt – denn der Milchflußreflex funktioniert am besten, wenn die Frau entspannt ist.

Zehn Fragen beschäftigen stillende Mütter besonders

1. Wie lege ich mein Kind richtig an?

In welcher Position Sie auch stillen: Wichtig ist, dass Sie es sich so bequem wie möglich machen, am besten mit Kissen. Wenn Sie im Sitzen stillen, halten Sie Ihr Kind eng an Ihrem Körper; Bauch an Bauch. Es soll die Brust erreichen können, ohne den Kopf zu drehen oder zu überstrecken. Nachts ist das Stillen im Liegen bequemer: Legen Sie sich auf die Seite und stützen Sie Ihren Kopf und die Schultern mit Kissen ab. Ihr Baby liegt wiederum mit Ihnen Bauch an Bauch. Und so legen Sie Ihr Kind richtig an: Berühren Sie sein Lippen mit Ihrer Brustwarze. Öffnet es das Mündchen, ziehen Sie es zur Brust. Ganz wichtig ist, dass Ihr Baby mit den Zahnleisten den ganzen Warzenhof umfasst. Nur so kann es mit der Zunge die Milchseen ausdrücken.

2. Wird mein Baby wirklich satt?

Ihr Kind gedeiht gut, wenn es täglich sechst bis acht nasse Windeln hat und wöchentlich 100 bis 250 Gramm zunimmt. Einmal pro Woche wiegen reicht völlig aus. Wer sein Kind vor und nach jedem Stillen wiegt, setzt sich unnötig unter Erfolgsdruck.

3. Reicht meine Milch noch?

Bei allen Babys kommt es zu gelegentlichen Wachtumsschüben. Meist nach etwa zwei und sechs Wochen und nach drei und sechs Monaten. Ihr Kind braucht dann mehr Milch. Und es dauert eine Zeit lang, bis Angebot und Nachfrage wieder im Einklang sind. Legen Sie Ihr Kleines einfach häufiger an. Dadurch steigert sich die Milchmenge. Nach spätestens zwei Tagen ist in der Regel alles wieder im Lot.

4. Was tun, wenn zu viel Milch fließt?

Bei manchen Frauen fließt die Milch nach dem Milcheinschuß so reichlich, dass das Baby sich daran verschluckt. So schaffen Sie Abhilfe: Wenn Sie spüren, dass an einer Seite die Milch im Schwall kommt, legen Sie Ihr Kind zuerst an der weniger vollen Brust an. So fließt aus der vollen Brust schon etwas Milch heraus, bevor Sie Ihr Baby dort anlegen. Ebenfalls hilfreich: zum Stillen auf den Rücken legen, das Kind auf dem Bauch, dabei seine Stirn mit der Hand abstützen.

Zwei bis drei Tassen Salbeitee pro Tag können helfen, die Milchmenge zu reduzieren. Fließt die Milch auch zwischen Babys Mahlzeiten, fangen Stillkompressen im BH Feuchtigkeit auf.

5. Was heilt wunde Brustwarzen?

Legen Sie Ihr Kind öfter, aber dafür kürzer an, damit die Brustwarzen nicht so belastet werden. Und gehen Sie zur Stillberaterin! Denn wunde Brustwarzen sind oft ein Anzeichen für falsches Anlegen. Lassen Sie außerdem viel Luft an Ihren Busen. Manchen Frauen tut es auch gut, sich für kurze Zeit vor eine Infrarotlampe zu setzen.

6. Was hilft bei einem Milchstau?

Die Soforthilfe sieht so aus: Legen Sie sich für ein, zwei Tage ins Bett. Ein Milchstau entsteht oft, wenn die Mutter nervös, oder angespannt ist. Schränken Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr ein. Und rufen Sie eine Hebamme an. Sie ist die Fachfrau für medizinische Probleme mit der Brust. Legen Sie Ihr Baby möglichst oft an. Beginnen Sie immer mit der betroffenen Seite. Für Erleichterung sorgen feuchtwarme Kompressen, etwas zehn Minuten vor dem Stillen auf die schmerzende Stelle gelegt. Zwischen den Stillmahlzeiten lindern Eispackungen die Schmerzen.

7. Was darf ich alles essen?

Sie haben jetzt einen täglichen Mehrverbrauch von etwa 500 Kalorien. Den decken Sie am besten mit wenig Fleisch, viel Frischkost und Vollwertigem. Kommen Sie mal nicht zum Kochen: Frischkornbrei, Müsli mit Mandeln und Weizenkeimen, Quark mit Obst oder Studentenfutter sind als Ersatz ideal. Ob Ihr Baby bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt, bekommen Sie schnell heraus. In der Stillzeit steigt auch der Flüssigkeitsbedarf. Trinken Sie stets ein großes Glas Mineralwasser, wenn Sie Ihr Baby anlegen.

8. Wie kann ich meinen Mann einbeziehen?

Manche Frauen leiden beim Stillen unter einem chronisch schlechten Gewissen. Die Hausarbeit bleibt nämlich oft auf der Strecke. Das heißt: Ohne Hilfe des Partners geht nichts. Da bleibt wenig Zeit für Zärtlichkeiten. Beziehen Sie ihn deshalb ein! Es gibt viele Möglichkeiten des zärtlichen Körperkontakts zum Baby: Baden, Wickeln, Schmusen.

9. Wann muss ich zufüttern?

In den ersten sechs Lebensmonaten braucht Ihr Kind nichts anderes als Muttermilch. Falls Ihr Baby Interesse an den Familienmahlzeiten zeigt, können Sie im Alter von fünf bis sechs Monaten langsam mit Beikost beginnen. Bei allergiegefährdeten Babys empfiehlt es sich nach mindestens sieben, besser acht Monaten.

10. Wann soll ich abstillen?

Wie lange sie stillen, hängt allein von Ihnen und Ihrem Baby ab. Stillen ist ja nicht nur Nahrungsaufnahme. Es ist Teil einer liebevollen Mutter-Kind-Beziehung. Außerdem stillen sich viele Kinder ohnehin ganz allmählich selbst ab.

Hier gibt´s Hilfe

schlaukoppSuchen Sie Kontakt zu einer Stillgruppe in Ihrer Nähe, wenden Sie sich an die

Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen e.V. (AFS)
Gertraudgasse 4R
97070 Würzburg
Tel.: 0931/573493

Die Stillzeit ist eine besondere Zeit der Nähe für Mutter und Kind

Nach der aufreibenden und stressigen Phase der Geburt folgt eine ruhige Zeit für Mutter und Kind, in der Nähe eine große Rolle spielt. Stillen ist ein natürlicher Vorgang, wobei die Muttermilch als die gesündeste Säuglingsnahrung angesehen werden kann. In der Muttermilch sind alle wichtigen Nährstoffe und Mineralien enthalten, die das Kind für das Wachstum benötigt. Im Gegensatz zur industriell hergestellten Säuglingsnahrung enthält die Muttermilch Abwehrstoffe der Mutter, die der kleine Mensch braucht, um sich gegen Erkrankungen von außen zu schützen. Ein Säugling hat noch keine eigenen Abwehrkräfte gebildet und ist auf Schutz angewiesen. Zudem bringt die Muttermilch noch den entscheidenden Vorteil mit sich, dass sie für das Kind sehr gut verträglich ist und nicht die Gefahr besteht, dass der Säugling Allergien gegen diese Art der Nahrung entwickelt.

Doch es sollte auch nicht außer Acht gelassen werden, dass die Stillzeit nicht nur für das Wachstum und die Immunabwehr des Säuglings einen entscheidenden Beitrag liefert. Beim Stillen wird die Bindung zwischen Mutter und Kind, die im Mutterleib bereits entstanden ist, auf eine ganz andere, sehr intensive Weise gefestigt. Der Säugling, der an der Mutterbrust trinkt, empfindet die Nähe der Mutter als tröstlich. Das Stillen gibt dem Baby ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit.

Um die Stillzeit für beide Seiten möglichst angenehm zu machen, ist die richtige Ernährung sehr wichtig. Mütter, die ihr Kind voll stillen, haben einen erhöhten Kalorienbedarf pro Tag von durchschnittlich 600 bis 800 Kcal mehr als normalerweise.

Viel Trinken ist wichtig in der Stillzeit

Damit genügend Muttermilch produziert werden kann und es zu keiner unangenehmen Brustentzündung kommt, muss die stillende Mutter ausreichend trinken. Am Besten eignen sich dazu Kräutertees oder Wasser, wovon nach jeder Stillmahlzeit ein Glas getrunken werden sollte, um einen ausreichenden Flüssigkeitshaushalt zu gewährleisten. Doch auch die Ernährung in derStillzeit sollte den veränderten Gegebenheiten angepasst werden. Der Nährstoffbedarf ändert sich in dieser Zeit und ist größer, weswegen es ratsam und sinnvoll ist, auf Vollkornprodukte und frisch zubereitete Speisen zurückzugreifen. Frisches Obst, Gemüse, Getreideprodukte und vor allen Dingen Nudeln liefern der stillenden Mutter die nötigen Kohlenhydrate.

Es kann passieren, dass Säuglinge auf einige Nahrungsmittel. wie Salat oder alle Arten von Kohl, mit starken Blähungen reagieren. Sollte dies der Fall sein, gilt es herauszufinden, welches Lebensmittel die Blähungen verursacht hat und dieses vorübergehend aus dem Ernährungsplan zu streichen, bis die Stillzeit beendet ist.

Es ist sehr sinnvoll, während der Stillzeit kleine Zwischenmahlzeiten einzulegen, die aus Vollkornriegeln oder Obst bestehen können. Zitrusfrüchte sollten nicht zu häufig gegessen werden, da sie in manchen Fällen zur Bildung eines wunden Hinterns beim Säugling führen können. Kaffee ist in Maßen während der Stillzeit erlaubt, allerdings sollte es bei drei bis vier Tassen pro Tag bleiben, da das Koffein in die Muttermilch übergeht und es, unter Umständen zu einer nervösen Unruhe des Babys führen kann.

Still Tees können die Milchbildung fördern

Ob wohl das Stillen ein sehr natürlicher Vorgang ist, kann es aber durchaus passieren, dass Probleme damit verbunden sind. Manche Frauen produzieren sehr wenig Milch und das Stillen entwickelt sich aufgrund dieser Tatsache schnell zu einer schmerzhaften Tortur. Wichtig ist es, dass die Mutter in den Anfängen der Stillzeit so wenig Stress wie möglich ausgesetzt ist, da sichStress negativ auf die Milchbildung auswirken kann.

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Es gibt einige Maßnahmen und Hilfsmittel, die förderlich für die Milchbildung sind und völlig natürlich. So genannte Still Tees, die einen speziellen Mix aus Kräutern enthalten, fördern die Milchbildung und sind mittlerweile in jedem Supermarkt zu erhalten. Aber auch bestimmte Nahrungsmittel sind für die Erhöhung der Milchmenge förderlich. Möhren, Trockenfrüchte und Mandeln steigern die Milchproduktion im Körper. Sollte es nach Ergreifung aller genannten Hilfsmittel dennoch nicht mit dem Stillen klappen, so gibt es dennoch sehr gute Säuglingsnahrung, auf die zurückgegriffen werden kann. Grundsätzlich gilt, dass der Stillprozess nicht in Stress ausarten sollte, was sich nicht nur negativ auf das Baby sondern auch auf die Mutter auswirkt.

Stillen ist etwas Besonderes
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Letzte Aktualisierung am 9.12.2018 um 03:38 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API