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Schwangerschaft

Ernährung und Sport in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist eine besondere Zeit im Leben jeder Frau. Natürlich stellen sich zu Beginn einige wichtige Fragen, vor allem zum Thema Sport und Ernährung. Während man früher meinte, eine schwangere Frau müsse für zwei essen, ist man heute vielmehr der Meinung, eine gesunde Ernährung, die alle wichtigen und notwendigen Nährstoffe und Vitamine beinhaltet, reicht völlig aus, um sich und auch das Baby optimal zu versorgen. Der Energiebedarf erhöht sich erst ab dem 4-5. Monat, und auch das nur geringfügig, etwa um 10%.

Dies entspricht einem Mehrbedarf von ca. 250 Kcal/Tag. Viel wichtiger ist jedoch der erhöhte Bedarf an bestimmten Vitaminen, Eiweiß und einigen wichtigen Mineralstoffen. Diese sollten unbedingt gedeckt werden. Vor allem sind Eiweiße, Folsäure, Eisen und Jod für die Entwicklung Ihres Babys wichtig. Um diesen erhöhten Bedarf zu decken, ist es notwendig, auf Präparate aus der Apotheke zurückzugreifen.

Mit der täglichen Nahrung ist es schon schwierig genug, den eigenen Bedarf zu decken. Auf einige Lebensmittel und Getränke sollte/muss man in der Schwangerschaft zwar verzichten, aber das meiste, was man sonst isst, ist auch in der Schwangerschaft erlaubt. Wichtig ist eine Nährstoff- und Vitaminreiche Ernährung, wobei die Mahlzeiten besser auf mehrere kleinere Portionen aufgeteilt werden sollten.

Ernährung in der Schwangerschaft – was darf man, und was nicht

Alkohol ist in der Schwangerschaft auf jeden Fall tabu! Auch auf den Schluck Bier nach, oder den Schluck Wein zu den Mahlzeiten sollte verzichtet werden. Alkohol wirkt sich negativ auf die Entwicklung Ihres Babys aus, er kann sogar zu Missbildungen führen. Rohes, oder nur halb durchgegartes Fleisch (Steak z.B.) sollte man während der Schwangerschaft nicht essen. Dazu zählen auch Sushi, Wurstsorten wie Salami, Rauchwurst, Rauchfleisch, oder Mettwurst. Der Grund: In diesen Lebensmitteln können Erreger, wie Toxoplasmen vorhanden sein.

Diese sind für einen gesunden Erwachsenen meist harmlos, doch für Ihr Baby können diese Erreger mitunter tödlich sein. Bei Eiern gilt: nur hart gekochte Eier verzehren, oder wenn Sie sonst gerne Rührei essen, sollten Sie nun darauf achten, dass Eigelb, und Eiweiß fest sind. Bei Milchprodukten gilt: Auf die Packungsangaben genauer achten. Beispielsweise Ziegenkäse gibt es in zwei Varianten. Einmal aus unpasteurisierter Rohmilch, und aus pasteurisierter Milch. Milchprodukte, die aus unpasteurisierter Rohmilch hergestellt werden (Camembert, Brie etc.) sollten während der Schwangerschaft nicht gegessen werden. Bedenkenlos sind dagegen Milchprodukte aus pasteurisierter Milch. In Rohmilch, und in Rohmilchprodukten können Listerien lauern. Die Ernährung während der Schwangerschaft sollte vor allem eines sein: Gesund. Ballaststoffe, viel Flüssigkeit, viel frisches Obst und Gemüse (gut waschen und/oder schälen) sollten täglich auf Ihrem Speiseplan zu finden sein. Durch die Hormonumstellung können Sie jedoch immer wieder Heißhunger auf etwas Süßes, oder Saures (oder beides gleichzeitig) verspüren. Gehen Sie mit sich nicht zu hart ins Gericht. Gönnen Sie sich das eine, oder andere Stück Schokolade, wenn Ihnen danach ist.

Sie können fast alles essen

Bis auf die oben genannten Lebensmittel können Sie schließlich alles essen, was Ihnen schmeckt. Auch Kaffee ist in geringen Mengen erlaubt. Ein bis zwei Tassen pro Tag schaden nicht. Wer sonst mehr Kaffee trinkt, sollte zwischendurch auf Koffeinfreie Sorten zurückgreifen. Durch moderne Entkoffeinierungsverfahren schmecken auch koffeinfreie Kaffeesorten wie richtiger Kaffee, nur ohne Schadstoffe.

Wir informieren auf unseren Kaffee-Seiten sehr ausführlich über die einzelnen Kaffeearten und können daher Espresso auch koffeinfrei empfehlen. Weitere Informationen über Auswirkungen von Kaffee auf diesen Seiten:

Ernährung in der Schwangerschaft – was darf man, und was nicht

Frauen, die bereits vor ihrer Schwangerschaft regelmäßig Sport betrieben haben, müssen auf Bewegung keineswegs verzichten. Allerdings sollte man mit dem Sport nicht gerade in der Schwangerschaft anfangen. Leistungssport und Ausdauersport sollte man während der Schwangerschaft voneinander trennen. Während gemäßigtes Laufen, Schwimmen, Radfahren oder Walken erlaubt sind, sollte man um das Fitness-Studio in diesen Monaten eher einen Bogen machen. Frauen, die eine ausgeprägte und kräftige Muskulatur haben, werden es bei der Geburt etwas leichter haben. Sport und Bewegung in der Schwangerschaft sind wichtig. Sie sorgen nicht nur für körperliches Wohlbefinden, der Körper wird zudem optimal mit Sauerstoff versorgt und die Organe werden besser durchblutet. Auch Ihr Baby profitiert davon. Welche Art von Sport Sie in der Schwangerschaft ausüben können, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Eine Risikoschwangerschaft nach Fehlgeburten, oder bei Frauen über 35 kann Anlass dazu sein, seine sportlichen Aktivitäten während der Schwangerschaft deutlich einzuschränken. Es ist in jedem Fall besser, wenn Sie dies mit Ihrem Frauenarzt besprechen und seinen Rat befolgen. Spaziergänge sind jedoch immer möglich. Auch kurze Spaziergänge sorgen für eine verbesserte Sauerstoffaufnahme und für eine bessere Durchblutung. Allerdings sollten Sie eines nicht vergessen: In dem Maße, wie Sie vor Ihrer Schwangerschaft Sport betrieben haben, wird es während den 40 Wochen nicht möglich sein. Sie müssen einige Gänge womöglich zurückschalten. Es ist wichtig, dass Sie auf Ihren Körper hören und die Signale bewusster wahrnehmen.

Achten Sie während des Trainings auf die Atmung

Achten Sie während Ihres Trainings darauf, dass Sie stets gut atmen können. Schwere Atmung, Erschöpfung etc. können die Blutversorgung zu Ihrem Kind negativ beeinflussen. Bei Radfahren, Laufen und Walken gilt: lieber kürzere Strecken zurücklegen. Wählen Sie eine Route, die nicht all zu abgelegen liegt, und nahe an Ihrem Zuhause ist. So können Sie bei plötzlich auftretenden Beschwerden jemanden zur Hilfe rufen, oder den Nachhauseweg antreten. Zwischen den einzelnen Trainingseinheiten sollten Sie unbedingt Ruhezeiten einlegen. Mindestens 24 Stunden sollten zwischen den einzelnen Einheiten liegen, um dem Körper die nötige Zeit zu geben, sich zu erholen und zu regenerieren. Schwimmen ist vor allem dann eine tolle Alternative, wenn der Bauchumfang ordentlich zugenommen hat. Lassen Sie sich und Ihr Gewicht vom Wasser tragen. Schwimmbretter sind hier ein gutes Hilfsmittel.

Nach der Schwangerschaft können Sie schon bald mit ihrem gewohnten Training weitermachen, allerdings gilt auch hier: erstmal langsam herantasten. Frauen, die sich während der Schwangerschaft gesund ernähren und in einem gesunden Rahmen bewegen, haben deutlich weniger Beschwerden in dieser Zeit, als Frauen, die diesen beiden Dingen nicht so große Beachtung schenken. Ihr Körper und auch Ihr Baby wird Ihnen dafür danken, dass Sie sich während derSchwangerschaft nicht gehen lassen haben.

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